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Stressabbau – 4 Tipps, die dir helfen

Jeder hat mal Stress und er entsteht durch verschiedenste Faktoren. Vor allem die eigene Reaktion auf äußere Einflüsse hängt maßgeblich mit dem Stresslevel zusammen. Wir erklären euch was Stress und Stresssymptome sind, wann sich Stress negativ auf den Körper auswirkt und welche 4 Tipps beim Stressabbau helfen.

Stressmechanismus

Was ist Stress überhaupt? Evolutionsbedingt ist Stress eine unbewusste Reaktion des Körpers auf äußere Einflüsse, die die körperliche und geistige Leistung kurzfristig verbessern soll. So konnten Menschen in früheren Zeiten erfolgreich vor dem Säbelzahntiger fliehen. Doch auch heute verfügt der Mensch noch über den Stressmechanismus aus früheren Zeiten. Im Gegensatz zu früher wird Stress heutzutage jedoch häufig durch die steigenden Anforderungen und Verpflichtungen in Beruf und Privatleben ausgelöst und somit auch zur Dauerbelastung für den Körper.

Der Stresslevel variiert außerdem je nach Person, vor allem aus dem subjektiven Empfinden eines Ereignisses. Einen Hund zu streicheln kann für die einen pures Vergnügen sein. Menschen, die einmal von einem ähnlichen Hund gebissen wurden, würden in der gleichen Situation höchstwahrscheinlich mit Stress reagieren. Das lässt sich auch auf alltägliche Situationen im Beruf oder Privatleben übertragen.

Stresssymptome – wann ist Vorsicht geboten?

Von Zeit zu Zeit Stress zu haben ist nichts negatives und völlig normal, solange dem Körper auch ausreichend Zeit zur Erholung gegeben wird. Sollte Stress jedoch zum Dauerzustand werden, ist Vorsicht geboten. Denn neben geistiger Abgeschlagenheit fördert er langfristig auch das Auftreten eines Burnout-Syndroms, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht.

Um Stress frühzeitig zu erkennen und die langfristigen Auswirkungen von Stress zu vermeiden, solltet ihr auf spezielle Stresssymptome achten. Dabei wird in geistige und körperliche Stresssymptome unterschieden.

Körperliche Stresssymptome:

  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Schwindel
  • Häufiges Fiepen im Ohr
  • Längerfristige Kopf-, Rücken-, Nackenschmerzen
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Schlafstörungen und Störungen des Magen-Darm-Trakts

Geistige Stresssymptome:

  • Schnelle Reizbarkeit und dauerhaft schlechte Laune
  • Sich im Hamsterrad gefangen fühlen
  • Konzentrationsstörungen
  • Sich aus dem sozialen Umfeld zurückziehen
  • Nicht mehr abschalten können
  • Antriebslosigkeit

Gerade unter Dauerstress fällt es oftmals schwer einzusehen, dass der Körper eine Ruhepause benötigt. Leistungsdruck, Verpflichtungen und eigener Ehrgeiz sind grundlegende Faktoren, die zu einem erhöhten Stresslevel führen können. In solchen Situationen ist es hilfreich sich den Stress selber einzugestehen und über eine generelle Veränderung nachzudenken. Auch Gespräche mit Freunden und der Familie liefern oft einen anderen Blickwinkel und aufschlussreiche Fakten über das eigene Verhalten.

Für den erfolgreichen Stressabbau muss nicht das komplette Leben auf den Kopf gestellt werden. Ein paar Tricks, die kontinuierlich umgesetzt werden, helfen oftmals schon, um den Alltag zu entzerren. Langfristig werdet ihr so euren Stresslevel nachhaltig senken können.

1. Stress abbauen durch Zeit für sich selbst

Bei gestressten Leuten sieht die tägliche Aufgabenliste schier unendlich lang aus und man fragt sich, wann die ganzen Aufgaben erledigt werden sollen. Seid ehrlich zu euch selbst – muss davon wirklich jede Aufgabe heute erledigt werden? Fragt euch was geschieht, wenn tatsächlich ein paar Dinge etwas später erledigt werden. Wahrscheinlich geht die Welt davon nicht unter, oder? Versucht täglich maximal die drei wichtigsten Aufgaben zu bewerkstelligen und fixiert diese auf einem Blatt Papier. Hakt am Ende des Tages die erledigten Aufgaben ab. Wenn ihr alles geschafft habt, nehmt euch Zeit für euch selbst. Einen Abend auf dem Sofa zu sitzen oder auf eine andere Art und Weise unproduktiv zu sein ist nicht schlimm. Es hilft vielmehr dabei Erlebtes zu verarbeiten und Kraft zu tanken.

2. Stressabbau durch neue Einflüsse

Aus dem Alltäglichen auszubrechen kann beim Stressabbau helfen. Es muss dabei nicht gleich der zweiwöchige Backpacking-Trip nach Neuseeland sein. Komplett neue Einflüsse reichen oftmals schon sich zu entspannen und auf andere Gedanken zu kommen. Außerdem lassen sie sich leicht in den Alltag integrieren. Lasst euch von neuer Musik inspirieren, besucht den nächsten Poetry Slam, lernt eine neue Sprache oder trefft euch mit Freunden zum gemeinsamen Kochabend und probiert neue Gerichte aus. Je konträrer eure Aktivitäten zur Stressquelle sind, desto leichter fällt der Stressabbau.

3. Reduzierte Erreichbarkeit baut Stress ab

In der heutigen, digitalisierten Welt hat man ständig das Gefühl erreichbar oder mit der Außenwelt verbunden sein zu müssen – sei es durch Anrufe, soziale Medien, Messenger-Dienste oder das Internet an sich.  Ansonsten verpasst man doch etwas, oder? Klare Antwort: Nein! Die ständige Erreichbarkeit oder vielmehr die persönliche Verpflichtung zu ständiger Erreichbarkeit kann dazu führen, gedanklich nicht mehr abschalten zu können oder auch ständig zwischen verschiedensten Inhalten hin und her gerissen zu sein. In der Regel fällt es dadurch schwerer sich für längere Zeit auf eine Sache alleine konzentrieren zu können. Je nach Typ kann das zu erhöhtem Stressempfinden führen. Smartphone-Hersteller schaffen bereits durch technische Kniffe wie die Nicht-Stören-Funktion oder die nächtliche Bildschirmabdunkelung Abhilfe. Was wirklich gegen digitalen Stress hilft? Das Smartphone einfach mal ausschalten, vor allem nachts.

4. Ursachen bekämpfen hilft beim Stressabbau

Achtet möglichst darauf das Problem an der Wurzel zu packen. Habt ihr bei euch einige unserer genannten Stresssymptome festgestellt, solltet ihr euch fragen woher sie stammen und anschließend versuchen die Ursachen zu bekämpfen. Beruhigungsmittel bei Schlaflosigkeit einzunehmen bekämpft leider nur die Symptome. Gibt es besondere Situationen in denen die Stresssymptome auftreten? Oftmals hilft es ein kleines Tagebuch über besondere Reaktionen zu führen. Fiepen euch die Ohren, wenn ein spezieller Kunde hereinkommt oder bekommt ihr Magenkrämpfe beim Betreten der Zahnarztpraxis? Je nach Ursache könnt ihr anschließend entscheiden, wie ihr zukünftig mit dieser Situation umgehen wollt. Vielleicht hilft es ja schon sich den Kunden in einem Kostüm vorzustellen 🙂

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